frühere Veranstaltungen

Feria 2009





Feria 2008




Feria 2007

Pünktlich zum Feriabeginn am Samstag abend hörte es auf zu regnen und es zeigte sich die "andalusische" Sonne. Die Besucher konnten das Showprogramm mit einem Galadinner verbinden und die Show direkt von der Terasse des Restaurants verfolgen. Daneben gab es im Festzelt heisse Flamencorythmen mit "Silkita y calima del sur" und auch die für dieses Fest typische Paella und Sangria.

Golega 2006

Das kleine Städtchen Golega lag am Donnerstag noch sehr friedlich und ruhig in der Sonne, kaum vorstellbar, wie es die nächsten Tage aussehen sollte. Wir hatten so genug Zeit uns alles anzuschauen und beim Mittagsessen lernten wir gleich unsere „Betreuer“ für die nächsten Tage kennen: Lusitano-Züchter und Stierkämpfer.

Der Tag in Golega begann für uns mit dem gemeinsamen Mittagessen, die Nachmittage, Abende und die Nächte verbrachten wir damit, dass wir von einem Züchterstand zum nächsten geführt wurden und bei Wein, Käse und Schinken viele interessante Menschen kennen lernen konnten. Jeder Züchter hat neben seinem Stand einige Prachtexemplare seiner Zucht ausgestellt. Z.B. präsentierte der Züchter Ortigão Costa einige 3-4 Jährige Hengste in den Ständern mit goldenen Pferdeköpfen. Die jungen Hengste waren am ersten Tag noch sehr unruhig, aber sie gewöhnten sich schnell an den Trubel und standen schon am nächsten Tag gelassen und fressend in ihren Ständern. Ein gutes Beispiel für den Charakter der Lusitanos!

In Golega präsentiert sich jeder stolz mit seinen Pferden – vom Shetty über bildschöne Lusitanos bis zum Shirehorse. Selbst die teuersten Sport-, Zucht- und Stierkampfpferde laufen ihre Runden auf der Ovalbahn, z.B. stellte der bekannte Stierkämpfer Joao Ribeiro Telles seinen sehr erfolgreichen und imposanten Lusitano „ORIENTE“, Sohn vom international erfolgreichen „MEXICO“ (Coudelaria António Paim) der Ehefrau von Manuel Paim für die Präsentation zur Verfügung. ORIENTE wird jetzt sogar als Vererber im Frühjahr in der Coudelaria António Paim für den Stierkampfnachwuchs sorgen, allerdings nur bis zum Beginn der Stierkampfsaison…. Während man sich auf der Ovalbahn präsentierte, fanden in der Mitte der Arena verschieden Prüfungen statt. Ein Lusitano schöner als der andere… Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Lusitanos großrahmiger und gangstärker gezüchtet werden.

Reiter in traditioneller Aufmachung, aber auch im klassischen Schwarz-weiß präsentieren Ihre Pferde in allen Lektionen. Von den Einer-Galoppwechseln bis zum wilden Galopp rund um die Bahn ist alles zu sehen. Selbst die ganz Kleinen sitzen stolz auf ihren Rassepferden und galoppieren einhändig an den Zuschauern vorbei. Wenn ein Reiter durstig wurde, verließ er kurzerhand den Ring und stellte sich an einen der Züchterstände. Die Stände sind so hoch gebaut, dass man mit den Reitern auf einer Höhe ist und sich unterhalten kann. Zwischendurch lässt man die Pferde dann auch zum Aufwärmen ein bisschen in der Menge piaffieren. In den Menschenmassen ritt sogar ein Herr auf einem Lusitanohengst ohne Zaumzeug! Natürlich präsentierte er sich in der Menschenmenge den Fotografen, ließ den Hengst piaffieren, galoppierte los, parierte, piaffierte und weiter ging es in das Oval. In Deutschland wäre solch eine Feria nicht vorstellbar!

Die Portugiesen sind einfach etwas gelassener als wir – so fand ich mich plötzlich auf dem Kutschbock wieder – mit den Zügeln in der Hand – und durfte zwischen anderen Kutschen und wild galoppierenden Reitern meine Runden drehen, während der Besitzer sich eine Pause gönnte. In Deutschland wäre mir das wohl kaum passiert… Dank der tollen Betreuung wurde das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis, gekrönt durch den Besuch eines privaten Live-Fado-Abend bei Freunden des Züchters José Palha

Ein Besuch in Golega ist ein für jeden Portugal-Liebhaber ein absolutes Highlight!