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Doma Vaquera So wird die Arbeitsreitweise der berittenen Hirten bezeichnet, die bereits im 17. Jahrhundert in Andalusien erwähnt wurde. Hierbei werden die Rinderherden bewacht oder getrieben, einzelne Tiere aussortiert oder die Kampfbereitschaft der jungen Stiere getestet. Diese Reitweise beruht auf der Kultur und Tradition Spaniens. Sie war ursprünglich über Jahrhunderte hinweg eine reine Gebrauchs- und Arbeitsreitweise. Erst im Laufe der letzten Jahren hat sich die Doma Vaquera zu einer Turnierdisziplin entwickelt. Eine Reitweise bei der Harmonie und unsichtbare Hilfen zu einer eleganten Reitdisziplin geführt haben. 1978 wurde die Doma Vaquera offiziell als Turnierdisziplin mit festem Reglement anerkannt. Nach diesen Richtlinen sollen auch künftig Turniere nicht nur in Spanien veranstaltet werden. Die Grundgangarten des Vaqueroreitens sind Schritt und Galopp, einhändig geritten. Der für den Reiter unbequeme Trab wird bei der Hütetätigkeit nicht gebraucht. Der raumgreifende Schritt genügt für das Treiben der Herde, der Galopp mit kurzen Sprints, abrupten Stopps und schnellen Wendungen wird beim Einfangen der Rinder zum Brennen benötigt. Grundlegend bei all diesen Übungen ist, dass immer ein "Fließen" besteht (kein Stocken oder Absetzen im Bewegungsfluß). Am besten ist dies am gleichmäßig Schwingen der "Frontaleras" (der statt des Stirnriemens im Zaumzeug eingeschnallten Fransen aus Leder oder Pferdehaar) zu erkennen. Wichtige Grundlagen sind dabei Traversalen, Piouretten, schnelle Starts und Stopps im Galopp, Versammlungen und Galoppwechsel. Schnelligkeit und Wendigkeit des Pferdes ist dabei besonders wichtig. Der Zügel spielt in der Hilfengebung nur eine geringe Rolle, der Reiter arbeitet das Pferd mit Gewicht- und Schenkelhilfen. Dazu kommt das Arbeitsgerät der Hirten - die Garrocha - eine drei Meter lange Holzstange, die zum Selektieren der Jungstiere benutzt wird und um die Angriffsbereitschaft zu prüfen. Die Doma Vaquera kann man als rasante Showeinlage auf vielen pferdesportlichen Veranstaltungen erleben. Viele Reiter bei uns träumen von diesem Tanz mit dem Pferd, der Leichtigkeit und der Einheit von beiden. In Deutschland gibt es nur wenige Ausbilder dieser Reitweise.
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